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Gedichte








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Nikolaus-Lied / Nikolaus-Gedicht


(1) Sankt Niklaus, lieber Samichlaus,
du stammst aus reichem gutem Haus,
dein’ Eltern früh verstorben sind,
die Pest ließ dich als Waisenkind.

(2) In Lykien warst du bekannt,
heut wird dein Land Türkei genannt,
in Myra warst du Bischof dort,
doch Demre heißt nun dieser Ort.

(3) Sankt Niklaus, lieber Samichlaus,
durch Wohltat zeichnest du dich aus,
Legenden schildern dich als Mann,
der in der Not stets helfen kann.    

(4) Mit kleinen Säckchen voller Gold
warst du drei armen Schwestern hold:
bewahrtest sie vor Not und Pein
und bald schon konnte Hochzeit sein.

(5) Im Traum erschienst du Konstantin,
der Kaiser war, und batest ihn:
Sprich deine Offiziere frei,
denn unschuldig sind alle drei.

(6) Als einmal großer Sturm aufkam,
da riefen dich die Schiffer an.
Du führtest wie von Geisterhand
ihr Schifflein sicher bis ans Land.

(7) In Myra war einst Hungersnot,
die Menschen darbten ohne Brot.
Dein Korn, von Schiffern ausgeborgt,
hat alle lang mit Brot versorgt.

(8) Sankt Niklaus, lieber Samichlaus,
gern stellen wir ein Licht dir aus
und gehn mit dir durch den Advent,
bis dann die vierte Kerze brennt.


© Thomas A. Friedrich, 11/2008






Das nebenstehende Gedicht von Thomas A. Friedrich berichtet von wichtigen Begebenheiten im Leben des Heiligen Nikolaus und verdeutlicht, weshalb er noch heute so viel Ansehen geniesst und verehrt wird - jenseits von Kitsch und Kommerz.

St. Nikolaus dankt ganz herzlich für diesen wunderbaren Text.


Thomas A. Friedrich hat das Gedicht auch vertont. Die Noten findest du hier.

Samichlaus du guete Maa,
ändlich bisch du weder da!

Chunsch cho luege, was ich mache,
wie-n-ich spiele, singe, lache.

Tuesch mi lehre Fröid z'verschänke,
und au chli a die andere z' dänke-

nur so bin ich sälber froh-
und d' Wiehnachtsfröid cha zue mer choh!

Samichlaus,du guete Maa,
chlopfischt du au bi us aa?
Bringscht üs öpfel,Tirggel,Nusse?
Gäll,dulosischt zerschtverusse,
ob i dere Stube d Chind
au recht lieb und artig sind?

eingesandt von Anton Rohrer

Es tunklet scho im Tannewald
und s‘ schneielet ganz lisli.
Was isch das für es Liechtli det
i säbem chliine Hüsli? –
Da isch de Samichlaus deheim
mit sine guete Sache!
Er hät scho’s Lämpeli azündt
und tuet grad’s Kafi mache.

Da pöpperlets am Lädeli
und Glöggli ghört er lüte!
Jetz weiss er scho, wer dussen isch
und was das sell bedüte:
‚s Christchindli chunnt na zabig spat,
es wird en wele stupfe.
Er mües de Sack bald füreneh
und sini Finke lupfe!

’S Christchindli seit: „Herr Samichlaus,
e schöni Oornig händ er!
De Christtag staht ja vor der Tür –
Händ Ihr dänn kei Kaländer?
’S brucht Wiehnachtsbäum i jedes Hus,
für vili hundert Chinde –
ihr müends im Wald na haue hüt,
de Vollmond sell Eu zünde!“

De Samichlaus stellt d Tassen ab:
„Nu nid so gsprängt, Christchindli –
Die Bäumli müend gwüss bsorget si,
das hät na Ziit es Stündli.
Ich möcht jetz ämel na in Rueh
min Abig fertig chäue –
Und wänn es Tässli gfellig wär,
so würds mi herzli freue!“

’S Christchindli lachet: „Nu so dänn,
da bini nüd dergäge;
e bitzli öppis Warms tuet guet
uf mine wite Wäge!
Me cha ja dänn na allerlei
abrede und usmache,
was jedes Chind sell übercho
vo dene schöne Sache.“

Si sitzed gmüetli binenand
im chline Stübli hine.
De Vollmond zündt d Laternen a
und lueget heimli ine;
er loset lang am Fänsterli
und uf der Hustürschwelle –
Wänn er nu besser schwätze chönnt.
Er müesst mers gwüss verzelle.                                   

Rudolf Ziegler


Äs dunklet scho durs Gässli y,

dr Samichlaus chunnt jetzt de gly!

Ä chalte Wind blosst i sis Horn,

villicht, villicht gits Schnee bis morn!

Oh wenn doch so nä  Wulchä chäm

und huffä Schnee uf d Ärdä nähm,

de wer dr Samichlaus sicher froh,
de chönnt er mit em Schlittä cho

De Samichlaus und s Eseli
gönd dur de Winterwald.
Es isch scho spot, es dunklet gli,
und s Dörfli gseht me bald.
Uf allne Tannebäumli
lyt silberglänzigs Biecht.
E jedes hät sys Träumli,
vo Cherzeglanz und Liecht.
Es Zwärgli treit`s Laternli
dur's Wägli ab vora.
Am Himmel schyned Sternli,
de Kauz stimmt's Nachtlied a.
Zum Wald us über d Matte
springt`s Bächli schnell devo,
de Schnee lyt do wie Watte,
jetzt isch de Winter cho.
De Samichlaus und s'Eseli
sind scho bim erschte Huus.
Mir gsehnd de heiteri Lampeschy
Zum chlyne Fenschter us.


Es chunt dr Chlaus dur d‘ Dorfstrooss yy,
i luege gnau, es wird nit syy!!
E Ruete dreit er underem Aarm –
I muess grad stuune – und mir wird warm.

O het i d‘ Schuelstund doch nit gschwänzt,
d‘ Suntigshose nit verschränzt,
s‘ Büseli nit am Schwänzli zeerrt
und alles zunderobsi g’cheert.
o wär i doch au bräver gsyy –
Gottlob, Gottlob, er gooht vrbyy!

Samichlaus, wo chonsch du här?
Siebehundert Stund wiit här!
Samichlaus, isch sSeckli schwär?
Siebehundert Pfund ischs schwär!
Samichlaus, machs weidli läär!
Denn isch sSeckli nümme schwär!

Im Schwarzwald stoht es Hüsli,
Im Schwarzwald stönd viel Bäum.
Uf eimol lütet s' Glöggli,
Dr Santichlaus chunnt hei.

er chunnt vo villne Chinder,
er chunnt vo mängem Huus.
Sie Sack isch leer vom schänke,
und Öpfeli si druus.

Im Tannewald isch finschter,
im Tannewald hets Schnee.
am Himmel lüchte Sternli ,
Sisch Wihnachtszit Juhee!


Samichlaïs, Dui bisch ä glatte

chunsch erscht, wenn’s Schnee hed uf dä Matte,
wenn’t friäner chämsch mit eys go feyre
de miesstisch dusse nid so freyre.

Doch hie bi eys bisch jetz am Schärme
und chaïsch die chalte-n Ohre werme.
Mier Chind hend Fräid, wenn’t zuenis chunsch
und hättid da nu grad ä Wunsch:

Dr Schmutzli sell der Sack uifmache
und eys vo denä feine Sache,
wo drinne sind ä Hampfle gäh,
mier wurdid’s gruisig gäre näh.

Doch d’Ruete sell er dinne lah,
mit dere chend mier neyd aafah.
Im grosse Ganze sind mier brav
und bruichid drumm ai gar kei Schtraf.

Nateyrlich hemmer nid ganz immer
scheen Ornig gha i eysne Zimmer
aï s‘Folge fallt eys mängisch schwär,
und hienta gid’s äs richtigs Gkär.

Doch s’hed scho bessered sit färn
und s’Mammi hed eys trotzdem gärn.
Dr Papi ai. Und diä paar Sache,
die wemmer jetzt nu besser mache.

von Adolphe A. Gabriel
im Nidwaldner Dialekt





Wenn Bäim di letschtä Bletter lend,

eis Cherzli am Adväntschranz brennd,
und s’erscht Mal Schnee am Bode leyd
de weiss ich: jetz chunnd d’Wiehnachtszeyt.

Will’s Jahr so langsam z’Ändi gahd
und sich dr Winter inä lahd,
chunnd gley dr Samichlaïs uf Bsuech,
mim Schmutzli und mim grosse Buech.

Mä seid Dui seygsch scho ziemli alt
und chämisch usem tiäffe Wald.
Det, zwisched heechä, dunklä Bäime
im chleynä Hittli seygsch drheime.

Da bisch äs ganzes Jahr lang blibe
und hesch im dickä Buech uifgschribe,
was d‘ Chind so eppä bosged hend
und ob si ai scheen folge tend.

Jetz nimmt’s mich wunder, was Dui säisch
und was Dui uber MICH so wäisch.
Dui luegsch jetz ämu gar nid grimm,
drum hoff ich s’wärdi nid so schlimm.

Uf jedä Fall wärs mega nätt,
wenns det im Sack äs Gschänkli hätt.
Äs miässt ja nid weiss Gott was sey
will, zfridä bin ich de nu gley

von Adolphe A. Gabriel
im Nidwaldner Dialekt





sisch dusse Guselwätter, es schneit was abe mag, und s`Chindli fröget d`Muetter hüt scho de ganzi Tag:

`Säg Muetter, isch gli Wiehnacht, und chont de Chlaus au bald ? Säg Muetter, holt er d`Bäumli efang usem Wald?`

Da polderets uf de Stäge und Stubetör goht uf, Es täscht en Sack i d`Stube, de goht vo sälber uf.

Und Oepfel, Bire, Nusse, die rogelet her und hi.

Und  s`rüeft en Maa verusse: `Sä Chindli, das ghört di!`

Was isch säb für es Liechtli?
Was isch säb für en Schiin?
De Chlaus mit de Latärne
lauft grad de Wald dur y.
Sin Esel, de hed glaade,
er rüeft, J-a, J-a!
Hüt dörf i mid mim Meischter
Emal is Stedtli ga!
Im Sack, da heds vill Nusse,  
Tirgel und Zimmedschtärn,
die träg ich, wärs en Zentner,
für dChinde eischter gärn!  
Aber die tusigs Ruete,
die han i ufem Strich
die bruucht min guete Meischter,
ja nid emal für mich.
Ich folg ihm gärn ufs Wörtli,
und laufe, was i cha,
die liebe Chind im Stedtli,
müend doch au öppis ha!   

"Sami niggi näggi, hinder em Ofe stäggi,
gisch mer Nüss und Biire, dänn chumi wider füüre!"

Es dunklet scho im Tannewald und schneielet ganz lisli,

Was esch säb für nes Liechtli det i säbem chline Hüsli?

Det isch de Samichaus deheim mit sine viele Sache,

Er hät scho s`Lämpli azünt und well grad Kafi mache.

Da pöpperlets a Lädeli und s`Glöggli ghört mer lüüte

Da weiss er scho wer dusse isch, und was das sell bedüte.

S`Chrischtchindli chont no z`Abig spat, es het en welle schtopfe, Er söll de Sack bald vörenä, und sini Finke lopfe.

Es dunklet no  im Tannewald ond schneielet ganz liisli.

Da leit de Chlaus sin Mantel a, und bschlüüst sis chline Hüüsli.

Advänt ,  Advänt es Liechtli brännt.
Zerscht eis, dänn zwei, dänn drü, dänn vier,
dänn staht sChristchindli vor der Tür
De Samichlaus fahrt mit em Schlitte dur de Schnee.
wener en Hoger gseht saust er drüber und suecht no meh.
Bim Tim und de Sina chlöpfelet er a d'Tüüre
und nimmt s'Chörbli abem Rügge vom Eseli füüre
Bring mir es paar Guetzli, Mandarindli und Nüssli,
ich gibe dier defür es Küssli.


Es nachted scho und sschneieled,
du liebi Zyt, ganz grüsli,
de Chlaus leid jetzt sin Mantel aa,
und bschlüsst druf no sys Hüüsli.
Er holt de Schlitte us em Schopf,
spannt sEseli gschwind aa,
und laded dSeck und dRuete uuf,
won är für dChind mues haa.
Hü Trämpeli, seid är, sisch Ziit,
de Wäg is Städtli isch no wiit.
Mier händ hüt Abig gar vill ztue,
hü, Trämpeli, lauf artig zue.
Wie sind die Seck so dick und schwär,
wer chund ächt dRuete über, wer?
De Chlaus weiss alles ganz genau,
drum, Chinde, bitte, folgid au.  

Samichlaus wie bin-i froh,
dass du au zu mir bisch cho,
dass du mir mit guete Sache
ganz e grossi Freud willsch mache.

Mit em «Folge» weiss i scho
dörftis mängsmol besser goh.
Weisch i ha halt s Händli wäsche
öppe scho emol vergässe!

Hüte sind sie suber! Lueg!
Samichlaus, gäll gisch mir gnueg
Guetzli, Nuss und Mandelchärn,
weisch, denn ha di richtig gärn.

Es nachted scho und s`schneieled,
du liebi Zyt, ganz grüsli,
de Chlaus leid jetzt sin Mantel aa,
und bschlüsst druf no sys Hüüsli.

Er holt de Schlitte us em Schopf,
spannt sEseli gschwind aa,
und laded d` Seck und d`Ruete uuf,
won är für d` Chind mues haa.

Hü Trämpeli, seid är, sisch Ziit,
de Wäg is Städtli isch no wiit.
Mier händ hüt Abig gar vill ztue,
hü, Trämpeli, lauf artig zue.

Wie sind die Seck so dick und schwär,
wer chund ächt d` Ruete über, wer?
De Chlaus weiss alles ganz genau,
drum, Chinde, bitte, folgid au.

I bi en chline Stumpe,
tue gärn chli umegumpe,
e Lumpeornig mache
mit mine viele Sache.
Tue mängsmol gar nid lose,
ha Fläcke a de Hose,
tue vielmol umestoh
statt weidli hei-zue goh.
Doch darfsch du s Mueti froge,
i tue keis Tierli ploge.
Drum Chlaus bis so en Guete,
verschon mi vor de Ruete!
Bring doch nur gueti Sache,
wie tätsch du Freud mir mache!
Und gäll, säb weisch sit färn,
i ha mis Mueti gärn!

Im Hochhuus do bin-i dihei,
und ha gwüss Sorge gha,
ob ächt de Chlaus im Tannwald uss
mi do au finde cha.

Jetz aber Chlaus bisch du jo do,
das macht mi würkli froh,
und morn verzell i allne Lüüt
de Chlaus sig zue-mer cho.

So wäg em Folge stohts nid schlecht,
und d Eltere hend gseit,
sie hebe au scho es guets Wort
für mi - bi dir i-gleit.

Gäll Chlaus, du machsch kei langi Pflänz,
i säg gwüss: «Dank ders Gott»,
und i versprich dir, dass i gärn
au wieder folge wott!

Samichläusli Niggi Näggi
Het en Bart wie euse Ätti
Het en Sack voll Züg und Plunder
Öpfel, Nuss und Chestene drunder

Het es Eseli vor sim Chare
Tuet s'Land uf und Abe fahre
Bringt de Meitlene schöni Sache
Und tuet d'Buebe z'folge mache

Samichläusli Niggi Näggi
Het en Bert wie euse Ätti

Was isch säb für es Liechtli?
Was isch säb für en Schiin?
De Chlaus mit de Latärne lauft grad de Wald dur y.
Sin Esel, de hed glaade, er rüeft, J-a, J-a!
Hüt dörf i mid mim Meischter Emal is Stedtli ga!
Im Sack, da heds vill Nusse, au Tirgel und Zimmedschtärn, die träg ich, wärs en Zentner,
für dChinde erscht no gärn!

D`Stube isch no hell.
Samichlaus, chomm schnell!
Au zo meer, i bitt;
d`Ruete nimm nöd mit!

Blyb nöd duss im Gang!
Lueg nu, wien i plang,
bis d mer öppis gisch,
wil d en Guete bisch.

Pagg jetz weidli us!
Mach di breit im Huus!
Nochher will i gly
ganz en Brave sy.


Dur Ys und Schnee vom Bärgwald här
chunsch du hüt zu üs Chind,
cho luege wie s üs öppe göng
und ob mir artig sind.

Bis rächt willkomme liebe Chlaus
i üsem chline Huus.
Gäll gohsch nid z fescht mit üs is Gricht,
läär lieber s Säckli us!

Macht s Folge öppedie üs Müeh
und goht nid immer guet,
probiere tüend mirs allewil
mit täglich neuem Muet.

Drum Chlaus, tue jo nid schimpfe hüt,
läär bitti s Säckli us,
nimm üsen Dank - und gang doch au
zum Chind im Nochberhuus!

Samichlaus, i danke dir,
dass du Vchersch hüt bi mir.
Gwüss hesch gueti Sache do,
bisch nid wäg der Ruete cho!

D Ruete bruuch i würkli nid,
ä, für was, du liebi Zit!
I tue folge ohni sie,
frog doch grad mis Müetterli.

S git dir gwüss en guete Bscheid.
Also Chlaus, es tuet mir leid,
d Ruete muesch du witer träge.
Doch isch's würkli mir dra gläge,

dass mir öppis Guets tuesch bringe.
Wür dir denn es Liedli singe
und versprich dir no derzue

Samichlaus, wo chonsch du här?
Siebehundert Stund wiit här!
Samichlaus, isch sSeckli schwär?
Siebehundert Pfund ischs schwär!
Samichlaus, machs weidli läär!
Denn isch sSeckli nümme schwär!

Samichlaus, ich freue mich,
äntli bisch du cho!
Wiso hesch de Esel nid
au grad ine gno?

Heiterebeck! De armi Kärli,
immer muess er warte!
Hätt ihm gärn mys Zimmer zeigt
und vom Chindergarte
s Bastelzüüg und überhaupt,
all my tolli Plunder.
Samichlaus, chasch sicher sy,
es näämt de Esel wunder.

Samichlaus, wenn wider chunsch
bitte dänk de draa,
lass dy Esel s nächschte Jaar
nid verrusse staa!

Für zwei Kinder

Bueb:
De ganz Tag gohts mir dur de Sinn,
ob ächt de Chlaus im Säckli inn
au öppis heb für mi und d Schweschter?

Meitli:
Jo Chlaus, mir plange scho sit geschter!
Drum bis willkomm i üsem Huus
und gäll, du leersch dis Säckli us?

Bueb:
Chönnts drinn viellicht Läbchueche ha?
Nuss, Bire und en Eiggermaa?
Und Mandarine oder Güetzi ?

Meitli:
Jetz säg doch zerscht ein Chlaus Gott grüetzi,
süscht nimmt er viellicht d Ruete use
und loht sie grad e chli lo suuse!

Bueb:
Du bisch jetz au no ganz e Schlaus,
i ha längscht «Grüetzi» gseit, gäll Chlaus,
und wäg der Ruete weiss i scho.

Meitli:
He jo - er chas im Buech no schlo!
Gäll Chlaus dört stoht ganz gnau beschriebe,
was d Chinder öppe alls hend triebe?

Bueb:
Drum mues es üs nid Chummer mache
ganz gwüss schenksch üs vo dine Sache.
Und nochher hätte mir e Bitt,
vergiss au s Nochbers Chinder nit!


Niklaus, du bisch en guete Maa,
das gsehni dine Auge a.
Wit dur de Wald chunsch zu üs Chind,
cho luege, ob mir folgsam sind.

Wit uss, im Wald, bisch du dihei.
Säg, wohnsch du dört denn ganz ellei?
Wohnt i der Nöchi s Christchind chli?
Het's über ein Huus en helle Schii?

Gäll, seisch ihm vieli Grüess vo do,
es söll denn au bald zu üs cho!
Mir plange uf sin helle Stärn
und hebed gfolget, gwüss, sit färn.

Drum Samichlaus schimpf nid mit mir,
weisch, sicher, i verspriche dir,
dass i de Eltere s ganze Johr will folge
- es isch sicher wohr!

So läär dis Säckli, froh und frisch,
bi gspanne, was drininne isch.
Gwüss luter Guets! I danke dir,
chehr s nöchscht Johr wieder i bi mir!


Im Schwarzwald stoht es Hüsli,
Im Schwarzwald stönd viel Bäum.
Uf eimol lütet s' Glöggli,
Dr Santichlaus chunnt hei.

er chunnt vo villne Chinder,
er chunnt vo mängem Huus.
Sie Sack isch leer vom schänke,
und Öpfeli si druus.

Im Tannewald isch finschter,
im Tannewald hets Schnee.
am Himmel lüchte Sternli ,
Sisch Wihnachtszit Juhee.

Es Liechtli chunnt de Feldweg i,
i glaub das mues de Samichlaus sii.

Jetzt ghört mer's Glöggli, still los guet,
wie's über d' Wiese lüüte tuet,

Mis herzli chlopfet lies und fescht,
ich hoff Du weisch vo mir nur's bescht.

Die andere chline dumme Sache,
wetti s'nägscht Jahr besser mache.

Drum bitte lueg in Sack jetzt drii,
ob's öppis het für mich debii.

Gueten Obig Samichlaus,
säg mir, kennsch mi no?
Weisch i ha im letschte Johr
d Ruete übercho.

Das Johr bruuch i keini meh
will i gfolged ha,
gib mir lieber jetz derfür
grad en Grätimaa!

De Samichlaus spannt s Eseli a
de Schlitte isch scho g'richt
«es sig jetz öppe Zit für d Reis»,
het ihm s Christchindli bricht.

De Mantel het er bürstet gha,
und d Stiefel g'ölet - guet!
Er werweist, was isch gschiider jetz
Pelzchappe oder Huet?

Er zieht denn d Chappe übers Ohr,
s goht doch en chalte Wind,
het no de Schlitte kontrolliert,
denn aber fahrt er gschwind.

Sis Eseli schüttled stolz de Chopf,
es het es Schlittegröll,
das chlingled luschtig dur de Wald:
chling-chlang, gang-gang, rö-röll!

Sie treffe vieli Tierli a
und mängs isch bliebe stoh,
sie kenne ebe s Schlittegröll
vom Chlauseschlitte scho!

De Samichlaus het a sie dänkt,
wirft ihne Fuetter us,
denn aber fahrt er schneidig zue,
de Winterwald durus.

Er fahrt diräkt ein Dörfli zue,
und chund zur Zit dört a,
er hofft, dass er viel Chind a-trifft
wo-n-er belohne cha!


I wett i hätt de Schlössel
zor Töre vo diim Huus
i wett i wäri einisch
bi der en chliini Muus

I wett i chönnti einisch
zo der in Wald hei choh
I wetti dromm gärn wösse
wie du so wohnsch ond wo

I wett dr gärn cho hälfe
i dr Chochi ond im Stall
I wett di gärn cho bsueche
es allereinzigs Mol

weisch velecht ned eleigge
ich nähmt de Vati met
denn chönnti ehm grad zeige
dass es diis Hüüsli gett.

Zmittzt im tüüfe Tannewald
dört wo d Rehli springe,
wo im Summer früeh und spot
d Vögeli tüend singe,

Gäll, dört wohnsch du, Samichlaus
mit de viele Tierli,
wo di immer bsueche tüend,
alli sind gar zierli.

Doch, wenn de Dezember chund
bschlüssisch Huus und Garte,
gohsch uf d Reis zu-n liebe Chind
wo scho uf di warte.

I ha au scho planged druf,
dass du mi tuesch bsueche,
sicher bringsch du mir viel Guets,
Nuss und Mandelchueche?

Weisch, i ha a allem Freud,
dank dir ganz manierli,
gohsch du zrugg in Tannewald
grüess mir dini Tierli!

Säg Samichlaus, ischs würkli wohr,
muesch du die meischti Zit vom Johr
im Wald uss Ruete binde,
für unfolgsami Chinde?

Für Chinde wo tüend umestoh
wenns schnell söttid go poschte goh,
wo mängsmol gar tüend trutze
und nie rächt s Näsli putze?

Ein Brüederli nüt z spiele gänd,
wo d Wand verschmieret mit de Händ,
d Spielsache nid ufruume
und s Mueti so versuume? -

Jo, Samichlaus, i gib-es zue,
au i hät dörfe netter tue,
doch will i jetzt dra dänke;
tuesch mir glich öppis schenke?

I dankti gwüss vo Härze froh,
hoff, s nöchscht Johr werdisch wieder cho
bis denn bin-i en Guete,
bruchsch sicher nümm e Ruete!


Lasst uns froh und munter sein
und uns in dem Herrn erfreun.
Lustig lustig, traleralala,
bald ist Niklausabend da.
Bald ist unsre Schule aus,
dann ziehn wir vergnügt nach Haus.
Lustig lustig, traleralala,
bald ist Niklausabend da.
Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus bringt gewiss was drauf.
Lustig lustig, traleralala,
bald ist Niklausabend da.
Wenn ich schlaf,
dann träume ich:
jetzt bringt Niklaus was für mich!
Lustig lustig, traleralala,
bald ist Niklausabend da

I ghöre Schritt vorusse,
i glaub, jetzt chund mit Nusse,
mit Schoggola und Güetzi
de Chlaus und seit: «Gott grüetzi!»

Gott grüetzi Chlaus, chum ine,
i bi zwar no en Chlyne,
doch freut din Bsuech mi mächtig,
wie isch din Bart so prächtig.

Gäll tuesch mi jo nid strofe,
i gang zur Zit go schlofe!
I mach was s Mueti seit,
das isch kei Chlinigkeit.

Bring s Nochbers Chind - de viele
doch das und säb zum spiele.
Weisch Chlaus, sie tüend scho plange
hend nach dim Bsuech verlange.

Bring ihne öppis z schläcke
und loh voruss de Stäcke.
Tue nu de Sack ufbinde
denn wirsch scho s Rechte finde.

Gäll, au für mi hesch Sache
wo s Härzli z gumpe mache?
Chum tue de Sack jetz uf
i plange doch so druf!


Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht.
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle ist die Nacht.
Mir ist das Herz so froh erschrocken.
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.
Ein frommer Zauber hält mich wieder.
Anbetend, staunend muss ich stehn.
Es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Hindertraum hernieder.
Ich fühls: Ein Wunder ist geschehn

Lieber, lieber Nikolaus zart,
hab schon lang auf dich gewart!
will auf Vater und Mutter hören,
musst mir nur was Guts bescheren!
Herr Nikolaus, Herr Nikolaus,
bring mir zum sechsten Dezember was!
Ich stell des Vaters Schuh vors Fenster,
den meinen fand ich viel zu klein.
Gelt Nikolaus, du tust was hinein?
Ins Fenstereck, im Mondenschein,
stellte ich den Schuh hinein.
Nikolaus, vergiss ihn nicht!
Tu hinein, was mir gebricht:
Nüss und Äpfel und süssen Kram,
dass ich mich herzlich freuen kann!
Was stehst du draussen vor der Tür?
Komm doch zu uns herein!
Es sind ja artige Kinder hier,
die sich schon lange freun.
Komm herein, sei unser Gast.
Bring uns alles, was du hast.


Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
bringst du der flinken Grete was?
Sie ist fast immer artig gewesen,
hat fleissig in ihrer Fibel gelesen,
kann das grosse H schon ganz richtig schreiben,
wird Ostern gewiss nicht sitzenbleiben.
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
schenkst du ihr was?
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
bringst du dem dicken Peterle was?
Er ist noch zu klein,
um zur Schule zu gehn,
aber beten kann er schon wunderschön:
»Lieber Dott, mach alle Menssen dut,
nimm alle unter deinen Hut!«
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
schenkst du ihm was?
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
bringst du der kleinen Lene was?
Sie gehört der armen Flick-Marie
und hat schon lange ein schlimmes Knie.
Zum Spielen kommt sie gar nicht mehr raus,
sie sieht immer blass und ängstlich aus.
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
schenkst du ihr was?
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
ich wünsch mir selber auch noch was:
Möcht in der Weihnacht mit dir gehn,
mir all die fröhlichen Kinder besehn,
wie sie tanzen und tuten, knabbern und schlucken
und am strahlenden Christbaum die Wunder angucken.
Sankt Nikolaus, Sankt Nikolaus,
schenkst du mir das?


Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weisser Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.
Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weisst wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.
Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.


Knecht Rubrecht

Habt guten Abend, alt und jung,
bin allen wohl bekannt genung.

Von drauss vom Walde komm ich her,
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen,
und droben aus dem Himmeltor
sah mit grossen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so strocht durch den finstern Tann, oh rief`s mich mit heller Stimme an:
"Knecht Rupprecht" rief es, alter Gesell, hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden.

So geh denn rasch von Haus zu Haus,
such mir die guten Kinder aus,
damit ich ihrer mag gedenken,
mit schönen Sachen sie mag beschenken.
Ich sprach: O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist,
ich soll nur noch in diese Sadt
wo`s eitel gute Kinder hat.
Hast denn das Säcklein auch bei dir?
Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,
denn Äpfel, Nuss und Mandelkern essen
fromme Kinder gern.
Hast denn die Rute auch bei dir?
Ich sprach: Die Rute, die ist hier,
doch für die Kinder nur, die schlechten, die trifft sie auf den Teil, den rechten.
Christkindlein sprach: So ist es recht!
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!
Von drauss vom Walde komm ich her,
ich muss euch sagen, es weihnachtet seh!
Nun sprecht, wie ich`s hierinnen find!
Sind`s gute Kind, sind`s böse Kind?

Eingesandt von Sabine Ederer

Lieber guter Nikolaus

komm doch auch in unser Haus
stecke Deine Rute ein
will auch immer recht artig sein.

Niklaus guter Gast
hast du mir was mitgebracht
hast du was dann setz dich nieder
hast du nix dann geh doch wieder.

Eingesandt von Heldemar Paul aus Tailfingen, Deutschland


Von Corinne Schär habe ich folgende Zeilen erhalten - Herzlichen Dank!

Letztes Jahr habe ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht, da mein Sohn erst 2 Jahre alt war. Dennoch hat er mitbekommen, dass man dem „Samichlaus“ ein Vers aufsagen muss, damit man ein „Säckli“ bekommt. Es ist sehr schwierig, einem Kleinkind so etwas beizubringen, vor allem weil ganz viele Verse für dieses Alter zu schwer und zu lang sind.

Seine Ältere Cousine hatte eine zündende Idee; und es kam überall gut an:


Samichlous du liebe Maa,
gäll du wettisch es Värsli ha?
Eg säge der eis,
eg cha no keis!

Ebenfalls eine Gedicht für ganz Kleine:

I bi e chline Stumpe,
ha no churzi Bei.
Drum gib mir gschwind es Päckli,
de chani wieder hei.

Eingesandt von Cornelia Wyss


Der tiefe Sinn vom Nikolaus

Es scheint, in jedem Jahr im Winter
als käme er nur für die Kinder,
der heilige Sankt Nikolaus,
doch denkt man nach, kriegt man bald raus,
der tiefe Sinn hinter dem Brauch,
gilt letztlich für Erwachsene auch.


Damit, was Nikolaus nachts tat,
erteilt er uns den guten Rat,
wir sollten doch von vorn beginnen,
und uns auf oll das zu besinnen,
woran wir nur noch selten denken,
es geht um Liebe, ums Beschenken.


Ums von sich weg auf andre sehen,
ums freundlich sein und ums Verstehen.
Es geht um Minderung von Leid,
um Zuflucht und Geborgenheit,
um Freundlichkeit für gross und klein,
ums füreinander da zu sein.


Denn in der Hektik unserer Zeit
gerät schnell in Vergessenheit,
was für uns wirklich wichtig ist,
viel Geld und Reichtum ist es nicht.
Um Glück zu finden ist es gut,
wenn man für andere was tut.


Genau das tat auch Nikolaus,
er zog spät nachts von Haus zu Haus,
um armen Kindern Glück zu bringen,
mit kleinen, unscheinbaren Dingen,
mit Früchten und mit Süssigkeiten,
um ihnen Freude zu bereiten.


Ein Beispiel sich an ihm zu nehmen
sich für das Böse auch zu schämen,
Und Gutes wollen, Gutes tun,
nicht nur mit prall gefüllten Schuh' n,
das ist, so findet man heraus
der tiefe Sinn vom Nikolaus.


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